59: Allianzen
Auf dem Foto ist ein sehr junger Otto Schwarz zu sehen. Er steht in einem Raum am Fenster. Aus dem Fenster kann man den grauen Himmel sehen. Der Raum ist fast leer. Neben Schwarz ist eine halbe Tischplatte zu sehen, auf der ein dunkler Gegenstand liegt, der vom Bildrand abgeschnitten ist. Neben Schwarz steht eine junge Frau. Sie hat lange blonde Haare. Mit einer Zigarette im Mund lacht sie in die Kamera. Otto Schwarz lächelt ebenfalls. Er hat einen Arm um ihre Hüfte gelegt, sie stehen dicht beieinander. Der Gegenstand auf dem Tisch ist eine Waffe. Die Frau hat große Ähnlichkeit mit Kaspar Wagenbach.
Nervös schaut Alena zu Brigitte Dahlem hinüber. „Selbstjustiz bringt Sie jetzt nicht weiter,“ murmelt sie. „Sie sind gerade entlassen worden, wollen Sie etwa sofort wieder in den Knast?“ Brigitte Dahlem starrt sie an, legt dann den Kopf in den Nacken und lacht aus vollem Hals. Ihr Lachen ist heiser und sie fängt an zu husten. Schließlich betrachtet sie Alena grinsend. „Sie halten mich für eine schießwütige Irre, stimmt´s?“ Alena muss lächeln. „Tut mir leid.“ Sie legt den Kopf schief. „Aber was genau wollen Sie tun, wenn Sie Burgs Mörder kennen?“ Brigitte Dahlem zuckt mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Vielleicht töte ich ihn doch.“ Alena sieht sie unbehaglich an. „Würden Sie ihn der Polizei übergeben?“ Auf dem Gesicht von Frau Dahlem spiegelt sich Abscheu. „Den Bullen helfen?“ Einen Moment lang scheint sie zwischen den beiden Alternativen zu wählen, dann zuckt sie wieder mit den Schultern. „Ich werde darüber nachdenken, wenn ich weiß wer es war.“ Alena reißt erwartungsvoll die Augen auf. „Wollen Sie nach ihm suchen? Haben Sie schon eine Spur?“ Ein spöttisches Lächeln kräuselt die Lippen der Frau. „Bin ich Privatdetektiv? Glauben Sie mir, ich habe Besseres zu tun, als durch die Gegend zu laufen und herumzuschnüffeln. Ich warte einfach bis die Kripo ihn hat.“ Sie wirft Alena einen langen Blick zu. „Oder haben Sie schon einen Verdacht?“ Alena fühlt sich in die Ecke gedrängt. Das fehlt ihr noch, eine Ex-Terroristin auf die Spur des Mörders ihres Kollegen zu bringen. Schnell schüttelt sie den Kopf. „Darum bin ich ja bei Ihnen. Ich habe keine Ahnung wo ich anfangen soll zu suchen. Aber wenn ich nichts tue, steht Kaspar weiter im Mittelpunkt der Nachforschungen von Frau Stein-Bachmüller.“ Sie stoppt hier. Sie hatte gehofft, dass Brigitte Dahlem ihre Suche unterstützt, aber jetzt ist sie nicht mehr sicher, ob sie diese Hilfe überhaupt möchte. Plötzlich sieht sie sich mit dem Feuer spielen. Interesse glimmt in den grau-grünen Augen auf. „Haben Sie noch Kontakt zur Stein-Bachmüller? Können Sie den Stand der Ermittlungen herausbekommen?“ Innerlich beginnt Alena zu fluchen. Erst versucht Pia sie einzuspannen und jetzt auch noch eine Ex-RAF. Dann schlägt ihr Herz schneller und sie spürt Beunruhigung in sich aufsteigen. Das ist eine Ecke zu groß für sie. „Frau Stein-Bachmüller fühlt sich von mir betrogen, weil ich ihr Kaspars Existenz verschwiegen habe. Von ihr erfahre ich nichts mehr.“ Brigitte Dahlem scheint nicht überzeugt und Alena versucht eine dramatischere Erläuterung. „Sie war bei mir in der Wohnung und hätte mich beinahe geschlagen. Und ich wette, sie gehört zu den Menschen, die nie etwas vergessen oder verzeihen. Außerdem hat sie überhaupt kein Verständnis für mein Handeln. Sie würde nie in Erwägung ziehen, dass ich Kaspar schützen wollte, weil er mein Freund ist. Sie denkt, ich wollte sie reinegen.“ Brigitte Dahlem starrt auf den leeren Bürgersteig. „Vielleicht sollten Sie ihr etwas anbieten, womit Sie ihr Vertrauen zurück gewinnen.“ Ihr Blick wandert zu Alena und zwingt deren Aufmerksamkeit in ihre Richtung. Alenas Kopf fühlt sich an als wäre er in einer Schraubzwinge, sie kann die Augen nicht mehr von der Frau abwenden. „Wir könnten zusammenarbeiten. Ich liefere Ihnen ein Detail, das Ihnen die Kooperation von der Kripofotze sichert und Sie teilen die Informationen mit mir, die sie Ihnen gibt.“
Nervös schaut Alena zu Brigitte Dahlem hinüber. „Selbstjustiz bringt Sie jetzt nicht weiter,“ murmelt sie. „Sie sind gerade entlassen worden, wollen Sie etwa sofort wieder in den Knast?“ Brigitte Dahlem starrt sie an, legt dann den Kopf in den Nacken und lacht aus vollem Hals. Ihr Lachen ist heiser und sie fängt an zu husten. Schließlich betrachtet sie Alena grinsend. „Sie halten mich für eine schießwütige Irre, stimmt´s?“ Alena muss lächeln. „Tut mir leid.“ Sie legt den Kopf schief. „Aber was genau wollen Sie tun, wenn Sie Burgs Mörder kennen?“ Brigitte Dahlem zuckt mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Vielleicht töte ich ihn doch.“ Alena sieht sie unbehaglich an. „Würden Sie ihn der Polizei übergeben?“ Auf dem Gesicht von Frau Dahlem spiegelt sich Abscheu. „Den Bullen helfen?“ Einen Moment lang scheint sie zwischen den beiden Alternativen zu wählen, dann zuckt sie wieder mit den Schultern. „Ich werde darüber nachdenken, wenn ich weiß wer es war.“ Alena reißt erwartungsvoll die Augen auf. „Wollen Sie nach ihm suchen? Haben Sie schon eine Spur?“ Ein spöttisches Lächeln kräuselt die Lippen der Frau. „Bin ich Privatdetektiv? Glauben Sie mir, ich habe Besseres zu tun, als durch die Gegend zu laufen und herumzuschnüffeln. Ich warte einfach bis die Kripo ihn hat.“ Sie wirft Alena einen langen Blick zu. „Oder haben Sie schon einen Verdacht?“ Alena fühlt sich in die Ecke gedrängt. Das fehlt ihr noch, eine Ex-Terroristin auf die Spur des Mörders ihres Kollegen zu bringen. Schnell schüttelt sie den Kopf. „Darum bin ich ja bei Ihnen. Ich habe keine Ahnung wo ich anfangen soll zu suchen. Aber wenn ich nichts tue, steht Kaspar weiter im Mittelpunkt der Nachforschungen von Frau Stein-Bachmüller.“ Sie stoppt hier. Sie hatte gehofft, dass Brigitte Dahlem ihre Suche unterstützt, aber jetzt ist sie nicht mehr sicher, ob sie diese Hilfe überhaupt möchte. Plötzlich sieht sie sich mit dem Feuer spielen. Interesse glimmt in den grau-grünen Augen auf. „Haben Sie noch Kontakt zur Stein-Bachmüller? Können Sie den Stand der Ermittlungen herausbekommen?“ Innerlich beginnt Alena zu fluchen. Erst versucht Pia sie einzuspannen und jetzt auch noch eine Ex-RAF. Dann schlägt ihr Herz schneller und sie spürt Beunruhigung in sich aufsteigen. Das ist eine Ecke zu groß für sie. „Frau Stein-Bachmüller fühlt sich von mir betrogen, weil ich ihr Kaspars Existenz verschwiegen habe. Von ihr erfahre ich nichts mehr.“ Brigitte Dahlem scheint nicht überzeugt und Alena versucht eine dramatischere Erläuterung. „Sie war bei mir in der Wohnung und hätte mich beinahe geschlagen. Und ich wette, sie gehört zu den Menschen, die nie etwas vergessen oder verzeihen. Außerdem hat sie überhaupt kein Verständnis für mein Handeln. Sie würde nie in Erwägung ziehen, dass ich Kaspar schützen wollte, weil er mein Freund ist. Sie denkt, ich wollte sie reinegen.“ Brigitte Dahlem starrt auf den leeren Bürgersteig. „Vielleicht sollten Sie ihr etwas anbieten, womit Sie ihr Vertrauen zurück gewinnen.“ Ihr Blick wandert zu Alena und zwingt deren Aufmerksamkeit in ihre Richtung. Alenas Kopf fühlt sich an als wäre er in einer Schraubzwinge, sie kann die Augen nicht mehr von der Frau abwenden. „Wir könnten zusammenarbeiten. Ich liefere Ihnen ein Detail, das Ihnen die Kooperation von der Kripofotze sichert und Sie teilen die Informationen mit mir, die sie Ihnen gibt.“
Flannery Culp - 19. Jan, 20:30